Das CINECITTA'

Das CINECITTA‘ ist Deutschlands größtes Multiplexkino und hat seit seiner Eröffnung im Jahr 1995 bereits über 40 Millionen Besucher begrüßt. Der imposante, in weiten Teilen unterirdische Bau im Herzen der Nürnberger Altstadt umfasst nach mehreren Erweiterungen 25 digital bespielte Leinwände, 5000 m² Foyerfläche, einen Shop mit Film-Merch und Büchern, drei Restaurants sowie diverse Barbereiche.

 

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Doch wie hat eigentlich alles begonnen?

  • Die Anfänge - das Kinomobil

    In den 70er Jahren waren Wolfram Weber und seine Brüder bundesweit mit dem Kinomobil unterwegs. Die Idee dahinter war so einfach, wie genial - wo es kein Kino gab, wurde es einfach hingebracht. So kamen auch die richtig guten Filme in selbst entlegene Gegenden.

  • Die Kino-Webers werden sesshaft: Die Meisengeige

    1970 ist kinotechnisch ein gutes Jahr für Nürnberg: Mit der urigen Kinokneipe Meisengeige bekommt die Stadt eines der ersten Programmkinos Deutschlands. Von der Nouvelle Vague bis zu den Filmemachern des Oberhausener Manifests - mindestens genauso wichtig wie die Filme waren die Diskussionen danach. Volker Schlöndorff, Werner Herzog, Russ Meyer und John Waters - sie alle waren gerne in der Kinokneipe am Laufer Schlagturm zu Gast. Im Zuge des Erfolgs der Meisengeige folgten weitere Kinoprojekte in der Region: Das Casablanca, das Atrium, das Metropolis und das Manhattan in Erlangen.

  • Der Traum von der Kinostadt

    Anfang der 90er Jahre gab es die ersten Pläne für ein neues Kino in Nürnberg. Als die Idee einer Stadtbibliothek mit Kinosälen aus Kostengründen verworfen wurde, entschied sich Wolfram Weber, an dieser Stelle selbst ein Multiplexkino zu bauen. Zuerst musste dafür aber die alte Landesgewerbeanstalt, kurz LGA, Platz machen - mit einer beeindruckenden Sprengung.

  • Ein Kino der Superlative entsteht

    Inmitten der Nürnberger Altstadt entstand in 18 Monaten Bauzeit ein hochmoderner Kinokomplex. Die besondere Lage direkt an der Pegnitz barg dabei ganz besondere bauliche Herausforderungen. Schließlich verbirgt das CINECITTA' auf den ersten Blick seine wahre Größe: Ca. 85 % Prozent des Gebäudes liegen unter der Erdoberfläche. Aber auch ein supermodernes Kino bekam ein ganz traditionelles Richtfest, im Bild zu sehen sind der damalige Oberbürgermeister Dr. Peter Schönlein und Wolfram Weber (beide links).

  • CINECITTA' - die Kinostadt

    So etwas gab es noch nie in Nürnberg: Ein Kino mit 12 Sälen, modernster Projektionstechnik und gleich mehreren Restaurants, Cafés und Bars. Der Besucherandrang zur Eröffnung verursachte einen Stau am Ring - was wiederum den Biernachschub gefährdete. Von Anfang an war das einmalige Angebot aus Kino, Events und Gastronomie ein voller Erfolg, so dass bereits 1997 die erste Erweiterung um drei Kinosäle (11, 12 und 13) nötig wurde.

  • Die Brücke am CINECITTA'

    Extra für das neue Kino entstand auch eine moderne Brücke über die Pegnitz. Riesige Stahlträger hielten den (damals noch hölzernen) Steg fest über dem Fluss. Ob beim Bardentreffen oder dem Stadtstrand - heute können sich die Nürnberger die Insel Schütt nicht mehr ohne die "Cine-Brücke" vorstellen. Die Eröffnung übernahm der damalige Oberbürgermeister Dr. Ludwig Scholz.

  • Das Riesenkino: CINEMAGNUM

    Im Jahr 2001 eröffnete ein weiterer Gebäudeabschnitt des Kinos, der endgültig alle Dimensionen sprengte: Das komplett unterirdische IMAX-Kino mit 600 qm Riesenleinwand und damals noch schwenkbarer Kuppelleinwand ließ nicht nur den Nürnbergern, sondern auch zahlreichen Touristen den Atem stocken. Sieben Stockwerke unter der Erde flimmerten hier überwiegend Natur-Dokus über die Leinwand. Heute heißt der 35 Meter tief gelegene Saal CINEMAGNUM und ist ein absolutes Highlight für den Genuss von Blockbuster-Filmen wie „Star Wars“, „Avatar“ oder „James Bond“. Über die Kuppel flimmern heute übrigens keine Filme mehr, dafür trägt sie eine der größten Atmos-Installationen weltweit.

Eine kurze Geschichte des CINECITTA’