Im Kino ab:04.12.2025Laufzeit:112 MinutenProduktion: (2025)
DramaArthouse
FSK: 12
In seinem Kinodebüt beleuchtet Regisseur Michael Kofler packend und
eindringlich die Ereignisse rund um die „Feuernacht“ in Südtirol.
Südtirol, 1961. Die norditalienische Region wird durch eine Serie von separatistischen Bombenanschlägen erschüttert. Während der junge Bauernsohn Paul der Perspektivlosigkeit seines Dorfes entkommen und Malerei studieren will, kämpft sein älterer Bruder Anton kompromisslos für den Schutz der deutschsprachigen Minderheit – notfalls mit Gewalt. Nachdem Anton als einer der Attentäter enttarnt wird, flieht er und lässt Hof und Familie zurück. Widerwillig verschiebt Paul seine eigenen Pläne, um Antons Frau Anna und ihren kleinen Sohn zu unterstützen. Während die Lage eskaliert und die italienische Polizei hart durchgreift, beginnt Anna sich zunehmend gegen die patriarchalen Strukturen ihres Umfelds zu wehren. Paul hingegen muss sich entscheiden – zwischen familiärer Loyalität und persönlicher Selbstverwirklichung.
Thomas Prenn ("Hochwald") und Laurence Rupp ("Veni Vidi Vici") überzeugen als gegensätzliches Bruderpaar an der Seite von Aenne Schwarz ("Leibniz - Chronik eines verschollenen Bildes") als moderne Vordenkerin.
Darsteller
Laurence Rupp
Niclas Carli
Aenne Schwarz
Thomas Prenn
Regie
Michael Kofler
Barrierefreiheit
Greta und Starks
Sennheiser Connect
Kritiken
Ebenso spannende wie düstere Erzählung einer Familientragödie im Schatten der Politik
– cinema
Michael Kofler thematisiert in seinem Spielfilmdebüt die wenig bekannte Geschichte des separatistischen Terrors in Südtirol um 1961
– epd-film.de
Gewalt erzeugt neue Gewalt, eine gefährliche Spirale, die nur schwer aufzuhalten ist – das betont Kofler mit den letzten, niederschmetternden Bildern unmissverständlich.