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Wovon sollen wir träumen

Im Kino ab: 19.02.2026 Laufzeit: 108 Minuten Produktion: (2026)
Drama FSK: 12

An einer Lebensmittelausgabe kreuzen sich die Wege dreier Frauen.

Laura ist seit Kurzem Freigängerin und sollte sich aus Konflikten heraushalten. Aber als ein Mann die Kurdin Evîn rassistisch beleidigt, stellt sie sich schützend vor die Frau. Die Situation eskaliert und Polizistin Julia kommt dazu, um den Streit zu schlichten. Für einen kurzen Moment streifen sich die Schicksale der drei Frauen – ehe sie in getrennten Bahnen weitertreiben und in ihren eigenen Überlebenskampf zurückkehren.

Der Krieg, die zentrale Metapher des Films, verbindet Laura, Evîn und Julia sowohl äußerlich als auch innerlich miteinander. Er ist nah und fern zugleich, er waltet auch in der deutschen Großstadt, schweigend, ohne Gefecht – der Krieg als gegenwärtiges Szenario, in das man wieder zurückkehrt, der vergangene Krieg als schwerer Seelenballast, von dem man sich nicht entledigen kann, und der Krieg als Schlachtfeld innerhalb der Familie, auf dem der Mensch mit sich und für sich selbst kämpft.

Laura, Evîn und Julia befinden sich auf ihren eigenen Schlachtfeldern und versuchen, sich durch die Trümmer der Vergangenheit und Erfahrung fortzubewegen. Sie sind durch den deprimierenden Zustand ihrer Umgebung gezeichnet und wehren sich gegen Rollenzuschreibungen, lassen sich nicht unsichtbar machen und ermächtigen sich allen voran über ihr eigenes Leben. Alle drei eint die Stimme, die versucht, niemals leise zu sein.
Darsteller
Luise Aschenbrenner
Louis Nitsche
Lea van Acken
Bayan Layla
Valerie Tscheplanowa
Regie
Constantin Hatz
Milena Aboyan

Kritiken

  • man muss den Hut ziehen vor diesem intensiven, ruhigen und präzisen Drama.
    – saarbruecker-zeitung.de
  • Auch wenn der Seelenbalast durchweg schwer auf den drei Frauen lastet und dem Film eine ernste Stimmung aufdrückt, so entlassen Aboyan und Hatz die Zuschauenden am Ende doch mit einem Lichtstreifen und Hoffnung auf Heilung. 
    – Kino-Zeit.de